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Beiträge

tl;dr: Unsere Digitalisierten Sammlungen wurden umfangreich überarbeitet. In dem neuen Beta-Portal sieht für die NutzerInnen aber fast alles aus wie vorher. Dafür gibt es einen guten Grund.

Die Digitalisierten Sammlungen der Staatsbibliothek gehören zu unseren nachgefragtesten digitalen Diensten. Allein im Monat März verzeichneten wir 30.000 BesucherInnen und über 1/3 Millionen Seitenansichten. Über 100.000 Werke stehen mit mehr als 10 Millionen Seiten in hoher Auflösung (in der Regel 300 dpi oder mehr) zur Verfügung.

Warum überhaupt (noch) eine eigene Präsentationsoberfläche?

In Zeiten knapper und knappster Budges – auch für Bibliotheken – ist diese Frage absolut berechtigt. Mit dem – oder Eckig Plastik Lila Damen Brille Brillengestell Leichte Fassung Federbügel Acetat SH9TozPzJm
steht seit Jahren ein einheitliches und funktional gut ausgestattetes Werkzeug zum Lesen von Digitalisaten zur Verfügung, sofern die Metadaten im METS/MODS Format vorliegen. Neue Entwicklungen wie der auf IIIF Technologien basierende Viewer Mirador bieten gute Funktionen im Bereich der synoptischen Bildanalyse. Auf der Nachweisebene folgt die Staatsbibliothek der Devise: keine Digitalisierung und Präsentation eines Werkes, das nicht zuvor im zentralen Katalog (OPAC – StaBiKat nachgewiesen wird. Auch hier kann man also die Sinnfrage einer zusätzlichen Suchoberfläche stellen.

Darum: die Qualität von Bibliotheksdaten sichtbar und nutzbar machen

Schaut man sich jedoch die Struktur der von uns bereit gestellten Daten an, so zeigt sich schnell: gerade an den Schnittstellen von Suchindex zu Trefferliste und von Treffer zu Objektanzeige gehen leicht nutzungsrelevante Informationen verloren. Der OPAC weiß nichts von unseren Strukturdaten (zumeist Inhaltsverzeichnisse, aber beispielsweise auch ausgezeichnete Illustrationen oder Karten), ebenso wenig von unseren OCR-generierten Volltexten. Eine zu einfach gestrickte Trefferliste verschleiert allzu oft, warum eigentlich ein Objekt als Treffer angezeigt wird. Die Feature-Entwicklung von Trefferlisten ist gefühlt vor 10 Jahren stehen geblieben. Bei der Objektpräsentation werden ebenfalls oft die Volltexte versteckt und unsichtbar im Hintergrund gehalten – mit der Konsequenz, das WissenschaftlerInnen keinen Eindruck von der zuweilen ja durchaus problematischen OCR-Qualität gewinnen können. Ich glaube, dass Bibliotheken gut beraten sind, eigene Kompetenz im Bereich der Suchmaschinentechnologie vorzuhalten und weiter auszubauen. Ebenso im Bereich der graphischen Nutzungsoberflächen. Der Auftrag von Bibliotheken war seit je her nicht nur die Sammlung und Aufbewahrung von Wissen, sondern auch ihre Vermittlung. International regt sich in letzter Zeit Kritik an der Qualität von Google Books – wir können hier nur dann überzeugend mitreden, wenn wir es selbst substantiell besser machen. Niemand kennt die Struktur unserer Daten besser als wir: dieses Potential gilt es zu heben. Und ein Wettbewerb der Ideen ist genau, was wir jetzt brauchen.

Dieses Dilemma besteht nur dann nicht mehr, wenn Korruption ausnahmslos aller Unternehmen in diesem Markt effektiv unterbunden oder legal und flächendeckend praktiziert wird. Das Dilemma besteht also gerade darin, dass ein einzelnes Unternehmen in der Situation, in der alle anderen nicht korrumpieren, die höchsten Gewinne aus Korruption einfahren kann. Je weniger korrumpieren, desto größer der Marktanteil der Wenigen. Jedes einzelne Unternehmen hat also einen extrem hohen Anreiz zu korrumpieren, sei es um höhere Gewinne zu machen oder um nicht der einzige „Dumme“ zu sein, der nicht korrumpiert und deshalb aus dem Markt ausscheiden muss. Das Dilemma weist darauf hin, dass durch eine unvollständige Bekämpfung der Korruption, der erwünschte Qualitäts- und Preiswettbewerb auf dem Markt – im Extremfall durch ein einziges „schwarzes Schaf“ – gekippt werden kann.

Es weist aber auch den Weg zu einer weiteren Möglichkeit der Bekämpfung. Indem nämlich nicht moralisch an die Unternehmen appelliert wird, ihren Profit zu missachten, sondern indem ihr Profitstreben zur Bekämpfung der Korruption genutzt wird. Dies kann geschehen durch eine Änderung der Dilemmasituation selbst. Wenn Korruption bekämpft werden soll, müssen den Unternehmen auch Anreize geboten werden, dies tatsächlich auch umzusetzen. Hierzu werden in der Wissenschaft verschiedene Vorschläge diskutiert, z.B. die Einführung des Unternehmensstrafrechts in Deutschland oder die Umsetzung von Kronzeugenregelungen in Korruptionsfällen. Während es in den meisten europäischen Ländern schon ein Unternehmensstrafrecht gibt, wurde in Deutschland erst 2014 ein entsprechender Gesetzesvorschlag durch das Land Nordrhein-Westfalen eingebracht.

Manchmal wird behauptet, dieses Korruptionsdilemma bestehe bei öffentlichen Unternehmen nicht, da zum einen die Absicht der Subventionierung privater Unternehmen eine ebenso wichtige Rolle spielt wie die bloße eigene Gewinnerzielung und zum anderen der potentielle Konkurs durch eine Unterstützung der öffentlichen Hand abgewendet werden kann. Dies stimmt aber nicht vollständig. Tatsächlich haben öffentliche Unternehmen nur wenige Anreize, andere Unternehmen zu bestechen. Das gilt aber nicht für alle Mitarbeiter dieses Unternehmens. Wenn ein einzelner Mitarbeiter z.B. hohe Boni erhält für die Akquise von Aufträgen, dann hat dieser zwar einen Anreiz, dafür u.U. auch korrupte Mittel zu verwenden, ist aber als einzelner Angestellter in seinen finanziellen Möglichkeiten weitgehend eingeschränkt. Umgekehrt aber sind natürlich gerade öffentliche Unternehmen und deren Mitarbeiter in hohem Maße dafür anfällig, selbst bestochen zu werden. Gerade weil keine Gewinnerzielungsabsicht besteht, hat die Kontrolle über die effiziente Mittelverwendung, z.B. bei der Vergabe von Bauaufträgen, nicht dasselbe Ausmaß wie in privaten Unternehmen. Die Möglichkeiten für korrupte Akteure, sich durch Korruption Renten anzueignen, ist in solchen Unternehmen daher höher. Ein Argument für mehr öffentliche Unternehmen aus Gründen der Prävention passiver Korruption lässt sich daher nur schwer finden – ganz im Gegenteil zur aktiven Korruption, die traditionell eine Domäne der Privatwirtschaft ist.

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